Jahresrückblick 2017 – Endlich geschafft!

Ja, es ist vollbracht. Nur noch wenige Tage und das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Und wir sind heilfroh, dass es so ist!

Von Anfang bis Ende war das Jahr für uns eines der härtesten, wenn nicht sogar DAS härteste Jahr, seit wir unseren Weg gemeinsam gehen und das sind auch schon 8 Jahre.

Ursprünglich sollte es ein ganz tolles Jahr werden! Das Jahr meiner letzten Elternzeit. Eine Zeit, die ich in vollen Zügen genießen wollte. Ein Jahr, dass unvergesslich werden sollte, allerdings in positiver Hinsicht.

Doch es kam alles anders.

Bereits in den ersten Tagen in diesem Jahr mussten wir plötzlich Abschied nehmen. Abschied, von einem uns sehr, sehr nahe stehenden und sehr geliebten Menschen aus der Familie, der eine wahrlich sehr große Lücke hinterlassen hat. Den kompletten Januar waren wir nicht zu Hause, sondern 620 km weit weg bei der Familie. Um zu helfen, Halt zu geben, zu unterstützen, zu trauern.

Eine so schwere Zeit, die man wohl nicht mehr vergisst.

Es vergingen nur ein paar Wochen, bis zur nächsten erschreckenden Nachricht – einem weiteren Trauerfall aus der Familie. Wieder ging es 620km in die Heimat. Wieder eine Beerdigung und die Frage, wie das in diesem Jahr denn noch weitergehen soll.

 Kaum waren wir zu Hause, überrannte uns die erste (und leider in diesem Jahr nicht die letzte Krankheitswelle) und legte uns nacheinander flach.

Ein Glück folgten dann ein paar „normale Wochen Alltag“.

Doch schon im Juni kam der Papa eines Abends mit Rückenschmerzen von Arbeit. Verhoben habe er sich, meinte er. Doch aus Verhoben wurden ernsthafte Probleme mit der Bandscheibe, inklusive 3 Monate Krankschreibung und Schonung und die Frage, ob er überhaupt noch in seinen doch sehr körperlichen Beruf zurückkehren konnte. In mir die Frage, was ist, wenn nicht? Wie soll das hier weitergehen? Ich muss sagen, dass diese Zeit für alle echt nervenzehrend war. Alles ungewiss und je länger die Probleme andauerten umso unzufriedener wurden alle Beteiligten mit der Gesamtsituation. Der Mann konnte nicht so, wie er wollte und eigentlich hätte gemusst, die Mama musste auf einmal auch seinen Part der Arbeiten übernehmen, die Kinder konnten mit Papa nicht mehr so rumtoben. Viele mögen denken „ach was, dann ist man halt mal paar Wochen zu Hause. Das Leben geht weiter!“ – Ja, das tut es, die Frage ist nur wie! Glücklicherweise hat die gewählte Therapiemethode dann soweit angeschlagen, dass er Anfang September wieder zur Arbeit konnte. Aber auf ewig, wird er in dem Beruf sicher nicht mehr arbeiten können.

Ich freute mich, dass nun Anfang September endlich der Alltag wieder einkehrte. Nur zwei Wochen später lag die Große flach. Aus einem Husten wurde eine Lungenentzündung. Natürlich, wie es in Familien so ist, haben wir uns alle angesteckt. Als letztes hat es das Babymädchen erwischt, die dann ungelogen von Ende September bis Mitte November durchgängig krank war.

Das hatte wiederum zur Folge, dass Lia sogut wie keine Eingewöhnung bei der Tagesmama hatte. Unser Glück war, dass wir auch privat mit unserer Tagesmama befreundet sind und sie daher nicht ganz fremd war. Lia hat die Situation dennoch super gemeistert!

Mitte November startete ich wieder ins Berufsleben. Doch schon nach zwei Tagen war das Babymädchen wieder krank und ich fiel aus, da der Papa beruflich absolut gar nicht zu Hause bleiben konnte.

Ein paar unserer liebsten Freunde konnten wir daher auch nur sehr selten sehen, da sie etwa 1/2 bis 3/4h von uns entfernt wohnen. Emmi vermisst ihre Freundin Kim auch immer sehr und fragt nach ihr. Doch wenn man ständig krank ist, sind diese Treffen kaum möglich, aber das müssen wir im neuen Jahr unbedingt nachholen! ❤

Kaum war Lia wieder fit, kam die nächste Hiobsbotschaft: der Papa hatte einen Arbeitsunfall – Bänderriss. Ich meine, ernsthaft jetzt!?

Ja wohl, dieses Jahr hat uns gehörig in den A**** getreten. Und zum krönenden Abschluss hat es hier wieder alle mit einem Virusinfekt pünktlich zu Weihnachten flachgelegt.

Wir haben auch Bekanntschaften/Freundschaften aus den Augen verloren und wurden von dem ein oder anderen sehr enttäuscht. Auch beruflich gab es kleinere Rückschläge.

Doch so schwer dieses Jahr auch war: es hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Es hat uns gezeigt, dass wir auch solch schwierige Situationen gemeinsam meistern können und nicht daran scheitern!

Und natürlich gab es auch schöne Momente in diesem Jahr! Gerade im Hinblick auf unsere zwei kleinen Mäuse.

Lia hat unglaubliche Entwicklungsschritte gemacht und bei allen konnten wir dabei sein. Das wohl Schönste ist, dass unsere zwei Schätze in diesem Jahr so sehr zusammengewachsen sind. Ein Herz und eine  Seele. Klar gibt es hin und wieder Gezicke, wenn die Große sich gestört fühlt aber das gehört dazu 😉

Lia hat ihren 1. und Emily schon ihren 4. Geburtstag gefeiert.

   

Wir haben trotz aller Schwierigkeiten viel gescherzt, gelacht und schöne Stunden mit Familie und Freunden verbracht. Meine Elternzeit habe ich versucht zu genießen, wo es nur geht und jeden einzelnen Moment aufzusaugen. Und ich hatte einen tollen Start zurück ins Berufsleben nach meiner Elternzeit und jetzt zum Ende des Jahres auch ein wundervolles (aber stressiges) Weihnachtsfest mit der ganzen Großfamilie.

Wir haben in diesem Jahr auch neue Freundschaften geknüpft und dadurch Menschen kennengelernt, die ich keinesfalls mehr missen möchte. In kurzer Zeit sind wir zusammengewachsen, haben uns gegenseitig ins Herz geschlossen. Und da ich mir sicher bin, dass sie hier mit liest: Ja liebe Ria, du bist gemeint 😉

Kurz vor Ende meiner Elternzeit hatte ich zum ersten Mal ein ganzes Wochenende Mamazeit und bin zu meiner allerbesten Freundin nach Berlin gefahren und habe dort eine wundervolle Zeit gehabt. ❤ Als Geburtstagsüberraschung geplant wurde daraus auch ein kleiner Sightseeing-Trip.

Im Übrigen habe ich auf der Fahrt dorthin meinen absoluten Lieblingssong in diesem Jahr rauf und runter gehört: „Perfect“ von Ed Sheeran.

Blogtechnisch war in diesem Jahr gerade am Anfang aufgrund der vielen Rückschläge eher Ruhe eingekehrt.  Dennoch kamen etliche Beiträge online.

Die von euch am meisten aufgerufenen Beiträge in diesem Jahr waren:

Platz 1: Arbeiten als Mama – lohnt sich das?

Platz 2: Emmi kommt in den Kindergarten (ein Beitrag aus 2016)

Platz 3: DIY – Geschenk zur Geburt

Platz 4: Babyparty – Ideen und Tipps

Platz 5: Weil das Schicksal einfach ein Arschloch sein kann…

Ja, bei uns überwiegen in 2017 wohl die negativen Geschehnisse, dennoch müssen wir nach vorn sehen und werden nun also neu motiviert in ein hoffentlich besseres Jahr 2018 mit vielen neuen Plänen und Vorhaben starten. Aber wir haben ja wunderbare Freunde, egal ob nah oder weiter weg und Familie an unserer Seite!

Euch allen einen guten Rutsch und Start ins neue Jahr und lasst es ordentlich krachen!

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