Mein erster Monat als berufstätige Zweifachmama

Der erste Monat zurück in meinem alten Job ist schon wieder rum. Gut, in der ersten Woche fiel ich ja durch Krankheit des Babymädchens direkt wieder für eine Woche aus. Aber seitdem geht’s läufts hier wieder rund.

Mein Fazit nach den ersten Wochen: als Zweifachmama 30 Stunden pro Woche zu arbeiten ist zwar machbar, aber irgendwie auch verdammt hart! Es wäre gelogen, wenn ich jetzt darüber schreiben würde, wie toll doch alles funktioniert! Oft genug bin ich abends total platt, auch mal schlecht gelaunt. Es  ist eben nicht immer Friede Freude Eierkuchen!

Kurz nach 5 Uhr klingelt der Wecker zum ersten Mal. Spätestens 5:30 Uhr muss ich dann schon aufstehen, Frühstück für die Kids (KITA) und mich für Arbeit richten, mich fertig machen, Kinder wecken (wenn sie nicht selbst schon wach sind), Kinder beide fertigmachen, Anziehen, ab ins Auto, erst zur KITA dann zur Tagesmama und um 8 Uhr beginne ich mit meiner Arbeit. Am Nachmittag um 15:30 Uhr dasselbe Spiel nur umgekehrt: erst Tagesmama, dann KITA, dann ab nach Hause, wo wir etwa 16:30 ankommen. Ab und an müssen noch Einkäufe erledigt werden oder Termine wahrgenommen werden. Dann Spielzeit mit den Kindern, wobei die sich auch schon gut zusammen alleine beschäftigen. Der Haushalt (tägliche Aufgaben wie Küche, aufräumen) will erledigt werden und verdammt, die Wäsche muss ja auch noch gemacht werden. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber ein Kind mehr verursacht auch einiges an Wäsche mehr 😉 Dann geht’s gegen 17:30/18 Uhr schon wieder ans Abendessen vorbereiten, essen und Kinder bettfertig machen. Meistens bereite ich meinem Mann und mir dann schon das Mittagessen für die Arbeit am nächsten Tag vor, ehe ich dann zwischen 20 und 21 Uhr etwa völlig platt auf der Couch lande, wo ich meistens dann kurz nach 9 schon einschlafe.

Ja, ich muss sagen dieser Tagesablauf schlaucht noch ganz schön. Besonders in den letzten Tagen, wenn ich vom Babymädchen ständig nachts geweckt werde – Schub sei Dank! Aber sicher wird da in den nächsten Wochen auch noch mehr Routine einkehren und ich mich auch wieder Stück für Stück daran gewöhnen. Es ist eben doch eine ganz schöne Umstellung! Es sei ja auch gesagt, dass wir uns mitten in der Vorweihnachtszeit mit all den Vorbereitungen befinden 😉 .

Zudem hauen spontane Termine am Nachmittag oft meinen ganzen Rhythmus durcheinander, da dann andere Dinge liegen bleiben müssen. Aber auch hier weiß ich, dass ich mich daran Stück für Stück noch gewöhnen werde. Einen richtigen Großputz gibt es bei uns nur am Wochenende, unter der Woche erledige ich nur das Nötigste und selbst das muss auch mal liegen bleiben, denn ich möchte ja auch noch Zeit mit meinen Mädels verbringen.

Der Papa kann nicht wirklich viel helfen, da er 5 Uhr das Haus verlässt und erst 18:30 – 19 Uhr von Arbeit heim kommt. Somit bleibt das Meiste an mir hängen.

Wenn ich auf die Zeit vor der Schwangerschaft mit Lia zurückblicke, kam mir das damals als Mama von nur einem Kind nicht so stressig vor, obwohl ich da noch Vollzeit gearbeitet hatte. Allerdings hatte da der Papa auch noch andere Arbeitszeiten und hat sich um das Bringen und Abholen der Großen gekümmert. Auch im Haushalt war damals nur Arbeit einer dreiköpfigen Familie zu erledigen 😉 Aber ihr kennt das sicher alle!

Und trotzdem: Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr und bin froh, auch noch eine andere Aufgabe als Mama und Hausfrau zu haben!

Ich wurde auf Arbeit sofort wieder gut im Team aufgenommen, als war ich niemals weg. Sogar meine alte Position habe ich wieder zurück bekommen und ich muss sagen,  es hat auch nur ein paar Tage gedauert, bis ich wieder in den meisten Abläufen eingearbeitet war und meine alte Routine zurück hatte. Irgendwie hab ich das Gefühl das mich Kind Nummer zwei nochmal verändert hat. Besonders merke ich das zur Zeit auf Arbeit. Ich habe bei vielen Dingen eine andere Sichtweise, habe bestimmte Abläufe „perfektioniert“ und kann mich auf viele Herausforderungen besser einstellen als vorher! Also super!

Oft liest man ja von Erfahrungsberichten, in denen die Rückkehr ins Berufsleben alles andere als gut lief. Doch das muss nicht zwingend so laufen! Meine Geschichte ist wohl ein gutes Beispiel dafür! Okay, ich habe auch wirklich tolerante und verständnisvolle Kollegen und Vorgesetzte 😉 und wie gesagt, die Sache mit dem Spagat zwischen Familie, Job und Co. wird sich auch noch besser einspielen!

Wie lief denn der Start nach der Elternzeit bei euch und wie viele Stunden in der Woche arbeitet ihr trotz Kinder?

2 Kommentare zu „Mein erster Monat als berufstätige Zweifachmama

  1. Hey,

    freut mich sehr, dass es bei dir so gut geklappt hat & die Routine kommt noch 🙂 Ich mache im Moment noch eine Ausbildung (jetzt im dritten Lehrjahr) und habe einen dreijährigen Sohn. Ich arbeite auch 30 Stunden in der Woche und muss sagen, dass es wirklich anstrengend sein kann und es wirklich nicht Friede Freude Eierkuchen ist. Bei mir kommen noch die ganze Klausuren dazu und ein Hund, aber mein Freund unterstützt mich, wo er kann. 🙂

    Ich wünsche Dir fröhliche Weihnachten ♥

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    1. Hey, Das glaube ich..und da kommt bei dir ja noch das lernen dazu! Respekt, dass du das durchziehst! 😊 Dann wünsche ich dir für dein letztes Jahr alles Gute und dass du die Ausbildung erfolgreich abschließen kannst 😊 Liebe Grüße

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