Warum ich nicht mehr die PERFEKTE Mama sein möchte…

Haushalt, Wäsche, Kochen, basteln, spielen…ich glaube es gibt kaum eine Mama, die sagt, dass der Mamajob nicht anstrengend ist. Auch wenn es der schönste Job überhaupt ist, ist so ein Mamaalltag eben doch nicht zu unterschätzen.

Dazu kommt der versteckte Druck des Umfeldes „Was, sie (das Kind) kann das noch nicht?“, „Du kochst nicht jeden Tag frisch?!“ ,“Also ich finde das ja unmöglich…“

Von den ganzen, nahezu perfekt wirkenden Familien auf Social Media will ich mal gar nicht anfangen… im Endeffekt sind das alles auch nur Fotos, die zum Teil so inszeniert sind, dass sie möglichst viele Klicks und Abonnenten erhalten. Es sind nur Momentaufnahmen. Im wahren Alltag, haben auch diese Familien ihre eigenen Probleme und Schwierigkeiten. Einen Punkt, den man sich immer wieder vor Augen halten sollte.

Ich muss zugeben, ich habe mit der Geburt unserer zweiten Tochter beinahe verzweifelt versucht, alles PERFEKT zumachen und DIE super Mama für meine Kinder zu sein. Perfekt geführter Haushalt, stundenlanges Spielen und kreativ sein, immer perfekt angerichtete Speisen und gemeinsames Essen. Hinzu kam mein für mich wichtiger Weg zur Wunschfigur. Ich wollte alles eben perfekt haben. Perfekt im Sinne der „anderen“ (= Öffentlichkeit, Umfeld).  Ja, es nahm so langsam überhand und schlug für mich ins komplette Gegenteil um. Ich war schlecht gelaunt, leicht reizbar und genervt. Mir wuchs alles über den Kopf und am Ende blieb vieles liegen und machte mich noch unglücklicher. Ich wollte immer so sein, wie unsere Mama es für uns war. Fußstapfen, die mir zu groß schienen.

Und dann kam ich vor ein paar Wochen zu dem Entschluss: Ich möchte nicht mehr die PERFEKTE Mama sein. Ich möchte alles so machen, wie ICH es für richtig empfinde und nicht mein Umfeld! Kinder sind glücklich, wenn die Mama glücklich ist und das ist mir nun das wichtigste!

Heute nicht geschafft, die Wäsche zusammenzulegen? EGAL, dann wirds eben erst morgen gemacht. Ich habe aufgehört, mir selbst Druck zu machen und einfach die Zeit zu genießen. Ich brauche keine komplett reine, desinfizierte Wohnung, in der meine Kinder nicht mal krümeln oder kleckern dürfen und ich möchte nicht mehrmals am Tag Saugen und Wischen, sondern wir brauchen eine Wohnung, in der wir uns eben wohlfühlen.

Ich bin keine super Köchin oder Bäckerin, aber auch das ist mir egal, denn meinen Kindern schmeckts trotzdem und sie wissen, dass alles mit Liebe gemacht ist. Und ja, ab und an gibts bei uns auch mal Pizza oder durchaus auch mal McDonalds 😉 Ich denke, unsere Kinder wissen, dass ich mein Bestes gebe und lieben mich dafür, einfach weil ich ihre Mama bin.

Versteht mich nicht falsch, der Haushalt wird hier selbstverständlich immer noch geführt und die Wohnung ist auch weiterhin sauber 😉 Sauber nach unseren Begriffen 😉 Aber eben alles mit viel weniger Druck und mehr Gelassenheit. Ich führe nicht mehr täglich einen Großputz durch, sondern mache das nach Bedarf. Einfach, damit ich mehr Zeit für meine Familie und auch für mich habe ;-). Denn auch, wenn der Mamajob nicht immer der leichteste ist, soll es ja dennoch der schönste bleiben, denn das ist eine Zeit, die eben so nicht wieder kommt!

Also: Druck rausnehmen und die Dinge so machen, wie man es selbst für richtig hält, völlig egal, was das Umfeld davon hält! Glückliche Mama = glückliche Kinder!!!

Ja, ich habe mich dazu entschlossen, nicht mehr die PERFEKTE Mama sein zu wollen, sondern einfach nur ich selbst. Ich werde einfach weiterhin MEIN Bestes geben, egal was für andere das Beste zu sein scheint!

Im Übrigen sei zum Schluss gesagt: Nobody´s perfect! Ich wage die Behauptung: Es gibt keine Mama (generell keinen Menschen), die WIRKLICH perfekt ist, auch wenn das manche von sich behaupten 😉

Habt ihr dazu auch schon Erfahrungen gesammelt?

2 Kommentare zu „Warum ich nicht mehr die PERFEKTE Mama sein möchte…

  1. Du sprichst mir so aus der seele…. seit dem ich wieder arbeiten gehe, kam auch der druck – Arbeit, kind, Haushalt, Familie. alles auf einmal. bis ich irgendwann auf der couch sass undüberlegte warum? tu ich mir das an??? Meinem Kind ist es igalob ide Wäsche im Korb liegt oder im Kleiderschrank. Sie will kieber die zeit gteniessen (glaube ich zumindestens)
    den wenn es nach mir geht, gibt es diese ganzen super mütter/ väter nicht. Den mir kann niemand erzählen, das er/ sie nicht irgensdwann alles zu viel ist…

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