Wie wir unseren Tag-Nacht-Rhythmus fanden…

„Wenn Kinder nachts geboren werden, fällt es Ihnen schwerer, in den Tag-Nacht-Rhythmus zu finden.“ – Eine These, wie sie mir schon oft von verschiedenen Hebammen und Ärzten zu Ohren gekommen ist.

Auch wenn es hier sicher einige Eltern gibt, die das Gegenteil bestätigen können oder die These für Schwachsinn halten (Ausnahmen bestätigen schließlich immer die Regel), kann ich sie gleich zu Beginn für unseren Fall bestätigen! Emily kam mitten in der Nacht um kurz nach 2 Uhr auf die Welt und mit ihr hatten wir ewig zu kämpfen um einen Rhythmus zu bekommen. Lia hingegen war irgendwie vom ersten Tag an in diesem Rhythmus drin, nachdem sie um 8 Uhr morgens das Licht der Welt erblickte.

Aus diesem Grund wird es in diesem Beitrag um unsere Rhythmus-Findung bei Emily gehen.

Da Emmi unser erstes Kind war, war das alles auch für uns natürlich noch Neuland. Alle sagten immer „Hör auf dein Bauchgefühl.“, nur da es mir anfangs schwer fiel, mich in diese Mama-Rolle einzufinden (ich habe ja schon öfter davon erzählt), fehlte es mir meiner Meinung nach auch an diesem Bauchgefühl.

Die ersten Wochen machten wir buchstäblich die Nächte durch und schliefen tagsüber viel. Emmi schlief grundsätzlich nur auf ihrem Papa. Kurz vor Ende der Elternzeit des Papas nach zwei Monaten fingen wir dann an, Emily abends zu einer festen Zeit hinzulegen. Angefangen haben wir mit 20 Uhr. Anfangs blieben wir als Einschlafhilfe noch bei ihr, aber bald schlief sie von alleine ein. Allerdings wurde sie nach 2 Stunden Schlaf schon wieder wach und da war nur noch Gebrüll. Als der Papa wieder auf Montage musste und die Woche über nicht da war, war ich bald so fertig, dass sich meine beste Freundin kurzerhand für die ersten Tage bei uns einquartiert hat, um mit mir die Nächte durchzustehen. Ich habe noch die Bilder vor mir, wie sie nachts mit Emmi auf dem Arm durch die Wohnung lief. Tagsüber lief alles super aber nachts – eine Qual.

Wir waren weiterhin ausdauernd und führten dann, auf Anraten der Hebamme, ein für Emily sehr wichtiges Abendritual ein: Nachdem Abendfläschchen haben wir sie umgezogen und dabei noch ausgiebig mit ein paar Tropfen Babyöl massiert, damit sie etwas runter fährt. Die Zu-Bett-Geh-Zeit verschoben wir ab dem 4. Monat dann nach vorne (so langsam bekam ich nämlich dann doch ein Bauchgefühl dafür) auf zwischen 18 und 18:30 Uhr. Und siehe da: Emilys Schlafphasen wurden länger.

Tagsüber machten wir das Zimmer nie ganz dunkel zum Schlafen und legten sie auch ohne Schlafanzug (in normalen Sachen) und Abendritual hin, damit sie den Unterschied zwischen Tag und Nacht bemerkte.

Da sie aber scheinbar auch nach dem 3. Monat noch mit den 3-Monatskoliken zu kämpfen hatte, besuchten wir einen Chiropraktiker. Ein Tipp, der sich als so so so wertvoll herausstellen sollte. Denn Emily hatte 3 Blockaden im Rücken, die der Arzt liebevoll und vorsichtig lockerte und von heute auf morgen, haben wir unser Baby nicht wieder erkannt: sie schrie nachts nicht mehr und wirkte auch tagsüber entspannter. Dieser Besuch beim Chiropraktiker war wirklich Gold wert.

Stück für Stück kamen wir also dazu, dass Emmi sich an ihre festen Schlafzeiten gewöhnte.

Nachts wurde sie nur noch 2  oder 3 Mal wach und das auch nur zum Fläschchen trinken und danach schlief sie gleich weiter.

Nach 4-5 Monaten hatten wir es endlich geschafft und einen normalen und festen Rhythmus.

Es war ein langer Weg und mit Sicherheit ist das auch vom Baby abhängig. Was bei uns geholfen hat, muss nicht zwangsläufig bei anderen auch funktionieren, aber für uns haben wir einen guten Weg gefunden. Eine Erfahrung, die ich auf diesem Wege gern mit euch teilen wollte.

Wie habt ihr euren normalen Schlafrhythmus wieder gefunden?

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