SCHOCK. FASSUNGSLOSIGKEIT. WUT. EMOTIONALE LÄHMUNG. ANGST.

Eigentlich sollten gestern Abend an dieser Stelle wie immer meine aktuellen Wochenlieblinge erscheinen. Doch dann kam alles anders…Ich war schon fleißig dabei, den Beitrag vorzubereiten und dann kam die schlimme Nachricht aus Berlin:

LKW rast in Weihnachtsmarkt – vermutlich absichtlich. 

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SCHOCK. FASSUNGSLOSIGKEIT. WUT. EMOTIONALE LÄHMUNG. ANGST.

Wie absurd diese Schlagzeile schon klingt. Für mich unvorstellbar, dass ein so riesiger Sattelschlepper sich seinen Weg durch einen Weihnachtsmarkt bahnt. Eine Szenerie, wie man sie sonst nur aus Hollywoodstreifen kenn soll nun Realität geworden sein. Es hat den ein oder anderen Moment gebraucht, zu realisieren, was da grad (mehr oder weniger) vor unseren Augen passiert ist.

Sofort musste ich an meine beste Freundin denken, die seit ein paar Jahren in Berlin lebt. Nach kurzer Kontaktaufnahme war klar, dass es ihr Gott sei Dank gut geht!

Dennoch sind so viele, wie immer unschuldige, Menschen gestorben oder verletzt worden. Kurz vor Weihnachten. Auf einem Weihnachtsmarkt, den man besucht, um das Weihnachtsfeeling zu genießen und Zeit mit Freunden/Familie zu verbringen und vom Alltag abzuschalten. Eigentlich ein Ort der Freude.

Wenn ich daran denke, wie extrem sich die Welt verändert hat im Vergleich zu meiner Kindheit, wird mir wirklich anders. Es schmerzt, zu wissen, dass unsere Kinder in einer solchen unsicheren und beängstigenden Welt aufwachsen müssen.

Erst vor kurzem sagte ich zu meinem Mann, dass ich schon Angst vor der Zeit habe, wenn die Kinder in der Schule die ersten Schullandheimfahrten haben werden. Weit weg von zu Hause. Angesichts der aktuellen Situation frage ich mich immer mehr, ob es solche Fahrten und Erlebnisse, wie wir es kennen, überhaupt noch geben wird, wenn unsere Kinder in die Schule gehen!?

Lässt man mal Revue passieren, wie sich die Situationen in der Welt in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr zugespitzt haben, möchte ich mir nicht ausmalen, wo wir uns in ein paar Jahren befinden. Hin und wieder hört man ja schon, dass der dritte Weltkrieg droht oder wir uns gar schon darin befinden. Ich meine, überlegt doch mal: Wie absurd klingt das bitte? Wie krass ist das und wie geht man am besten damit um?

Noch ist Emily mit ihren 3 Jahren zu jung, um mich zu diesem Thema auszufragen, doch sicher wird das früher oder später auch kommen. Was sage ich ihr dann? Wie erkläre ich ihr, weshalb die Menschen soviel Hass in sich tragen? Das, wenn das so weiter geht, nicht mehr das Wort „Krieg“ sondern viel mehr „Liebe und Frieden“ als absurd erscheinen!? Ich habe einfach Angst. Angst meine Kinder zu verlieren. Angst vor dem, was da grad da draußen passiert. Angst vor dem, was noch auf uns zu kommen wird. Angst, dass unsere Kinder nicht so aufwachsen können, wie wir es konnten.

Ich kann nicht genau beschreiben, welche Gefühle dadurch in mir ruhen – es scheint mir ein Gefühlschaos zu sein. Doch zahlreiche Bloggerkollegen haben sich zu diesem Thema ebenfalls schon geäußert und ihre Gefühle kundgetan, die ich so alle auch unterschreiben könnte. Denn in solch einer Situation ist wohl jegliche Art von Gefühl und Angst normal.

Den ganzen Morgen schon muss ich immer wieder an die Bilder von gestern denken. An all diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben und für die Weihnachten als Fest der Liebe nun zum Fest der Trauer werden wird. An all die Menschen, für die sich ihr Leben gestern schlagartig verändert hat. An alle Opfer, sei es tödlich, „nur“ verletzt, psychisch oder anderweitig. Ich empfinde tiefes Mitgefühl und Verbundenheit und möchte an dieser Stelle mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

SCHOCK. FASSUNGSLOSIGKEIT. WUT. EMOTIONALE LÄHMUNG. ANGST.

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