„Liebe Mama…“

Da saß ich nun. Allein auf meiner Couch (Emily und der Papa waren auf einem Kurzurlaub in der alten Heimat und das Babymädchen schlief) und lauschte den Klängen wundervoller Weihnachtsmusik.

Speziell meiner absoluten Lieblings-CD für die Weihnachtszeit – „Weihnachten in Familie“ von Frank Schöbel. Unfassbar, dass sie erst in diesem Jahr zu uns ins Haus geflattert ist 😉

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Neulich habe ich bei Instagram und Facebook ein Foto der CD gezeigt und war wirklich überwältigt von den vielen Reaktionen darauf und bei wie enorm vielen von euch diese CD ebenfalls nicht fehlen darf.

Was das Besondere für mich an dieser CD ist?

Meine Schwester und ich sind mit diesen Weihnachtsliedern groß geworden. Damals haben wir meine Mama oft damit aufgezogen, dass wir an Weihnachten diese CD immer rauf und runter hören mussten. Insgeheim hätten wir es unheimlich vermisst, wenn die CD auch nur an einem Adventswochenende gefehlt hätte. 😉 Und heute darf sie bei mir selbst auch nicht fehlen. Unzählige, wundervolle Erinnerungen hängen an diesen Liedern.

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So saß ich also auf der Couch, lauschte den Liedern und hatte plötzlich wieder all die Bilder und Situationen von früher vor Augen. Das gemeinsame Schmücken, Plätzchen backen, Basteln. All die Heimlichkeiten und die Aufregung. Die Bescherung durch einen Weihnachtsmann, die immer lustiger gestaltet wurde, je älter wir wurden. Ja, selbst als wir Teenies waren, kam stets der Papa als Weihnachtsmann verkleidet zur Bescherung. Im Hintergrund lief immer diese Musik. Für mich war und ist diese Zeit des Jahres die schönste überhaupt und ich wünsche mir von Herzen, dass meine Kindern später auch solch wunderschöne Erinnerungen und Gefühle mit dieser Zeit verbinden!

Es ertönt das Lied „Liebe Mama“ und mir kommen ein paar Tränchen in die Augen.

„Liebe kleine Mama, heut woll’n wir dir’s mal sagen

Und hoffen noch, du kannst mit uns das Leben gut ertragen

Danke, dass du mich früh weckst

Sonntags mit uns Kuchen bäckst

Auch fürs Stullen schmiern

Und Puppen reparieren

Weißt du, wer mich morgens kämmt

Und hilft, wenn die Hose klemmt

Wer hält die Zimmer rein

Das kann nur Mami sein

Liebe kleine Mama, das wolln wir dir mal sagen

Und hoffen doch, du kannst mit uns das Leben gut ertragen

Ist die Schule endlich aus

Riecht es gut bei uns zu Haus

Auch bei den Schularbeiten

Hilfst du uns beizeiten

Wenn du mich ins Bettchen bringst

Streichelnd ein Gute-Nacht-Lied singst

Denk ich in Wirklichkeit

Ist immer Weihnachtszeit

Liebe kleine Mama, das wolln wir dir mal sagen

Und hoffen doch, du kannst mit uns das Leben gut ertragen

Und hoffen doch, du kannst mit uns das Leben gut ertragen

Und hoffen doch, du kannst mit uns das Leben gut ertragen“

Ich denke wieder an die wundervolle Zeit, die wir als Kinder mit der Familie hatten und wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen. Die Bedeutung dieses wundervollen Textes war mir damals als Kind nicht bewusst. Nur zu gern hätte auch ich die Chance, für all diese wundervollen Erinnerungen noch einmal Danke zusagen – wenn auch nur mit diesem Lied.

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Doch leider, „Liebe Mama“, musstest du uns viel zu früh verlassen! In diesem Jahr feiern wir nun schon das 10. Weihnachtsfest ohne dich und ich wünschte, du wärst hier, um all den Weihnachtszauber von damals noch einmal aufleben zu lassen! Ich wünschte, du könntest sehen, wie deine Enkel diese Zeit erleben. Wie aufgeregt sie sind und wie all die tollen Weihnachtslichter und all die Dekosachen bewundert werden. Wie Emily ihr erstes eigenes kleines Weihnachtsbäumchen geschmückt hat und über all die großen Weihnachtsbäume im Ort staunt. Und wie wir in diesem Jahr unser erstes Weihnachtsfest zu viert verbringen. Wie Emily in diesem Jahr zum ersten Mal alles ganz bewusst aufnimmt und sich schon jetzt wahnsinnig auf den Weihnachtsmann freut und ständig nach ihm fragt. Generell, wie ich alles versuche, in deine Fußstapfen als Weihnachtsengelchen (und nicht nur dort, sondern in all den anderen Bereichen auch) zu treten! Du warst für uns die Mama, die ich auch für meine Kinder sein möchte und nicht selten habe ich das Gefühl, deine Fußstapfen niemals ausfüllen zu können.

Es macht mich unendlich traurig, wenn ich daran denke, dass unsere Kinder ihre wundervolle Oma nicht kennenlernen können. Dass sie nicht die Weihnachtsfeste mit dir verbringen können, wie wir es mit unserer Oma konnten. Dass ihnen genau deswegen dein besonderer Weihnachtszauber verwehrt bleibt. Einfach der Fakt, dass du nicht mehr an unserem Leben teilhaben kannst. Es ist unglaublich traurig, aber wir machen einfach das Beste daraus.

Ich bin mir sicher, von irgendwo siehst du zu und wünschst dir ebenfalls, hier bei uns zu sein. Ich hoffe, du bist stolz auf uns – auf deine Töchter und Enkeltöchter. Ich danke dir für all die schönen Erinnerungen, die wir dank dir haben! Danke dafür, dass ich genau weiß, wie ich die Weihnachtszeit mit meinen Kindern verbringen möchte: Genauso wie ihr mit uns!

Nun an euch, die ihr alle ebenfalls eine Lieblingsweihnachts-CD habt: Wieso genau darf diese CD bei euch nicht fehlen?

4 thoughts on “„Liebe Mama…“

  1. Jetzt hab ich Tränen in den Augen. Deine Zeilen sind so wunderbar geschrieben. Ich wünsche euch eine besinnliche Weihnachtszeit ♡ mit vielen Erinnerungen. Hüte sie als Schatz in deinem Herzen.

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  2. Mir kullern die Tränen und ich kann nur erahnen wie du dich fühlst, aber ich weiß deine Mama sieht das alles und wacht über Euch. Im Herzen ist sie immer da und sie hat ihre Wärme und Güte dir weiter gegeben. Das Leben ist endlich und manchmal unfair drum genießen wir die Zeit die wir haben ohne an Morgen zu denken.
    Ich drück dich.

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