Schwanger als Mama eines Kleinkindes

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„Die Schwangerschaft mit dem zweiten Kind lief bei mir nur nebenher“, „Die zweite Schwangerschaft kann man mit einem Kleinkind gar nicht genießen“ – diese und ähnliche Aussagen hört man von allen Seiten. Sei es hier im Internet, in der Nachbarschaft oder im Verwandtenkreis. Ein Grund mehr für mich, mich auch auf dem Blog einmal mit diesem Thema auseinander zusetzen. Warum? Weil ich das irgendwie ganz anders sehe!

Wie ihr wisst, ist diese Schwangerschaft absolut gewollt und geplant gewesen, hat uns also keinesfalls plötzlich ungeplant überrascht. Während viele behaupten, die Schwangerschaft mit Kind Nummer zwei rauscht nur so an einem vorbei, habe ich vom ersten Tag an versucht, alles in vollen Zügen zu genießen. Zugegeben, die ersten knapp vier Monate war das nicht grad leicht, durch das enorme Erbrechen, von dem ich geplagt war. (Hyperemesis – Meine Beiträge dazu findet ihr im Menü unter „Schwangerschaft“.) Tag für Tag hatte ich hier den Eindruck, die Zeit möchte einfach nicht vergehen. Genau deshalb, konnte ich also hier schon sagen, dass diese Schwangerschaft keinesfalls einfach nur „nebenher“ läuft. Im Gegenteil, da ich wirklich ans Bett oder Krankenhaus gefesselt war, hatte ich kaum Möglichkeit, mich richtig um meine Tochter kümmern zu können und war froh, dass dieser intensive Part von meinem Mann übernommen wurde!

Glücklicherweise fand diese schlimme Anfangsphase dann auch irgendwann ein Ende und ab etwa der Hälfte der Schwangerschaft konnte ich diese dann auch endlich in vollen Zügen genießen. Durch die Schwangerschaft mit Emily damals, ist das Meiste für mich ja nicht mehr neu und ich habe mir für diese Schwangerschaft fest vorgenommen, dass dieses Mal nicht alles nur an mir vorbei zieht, wie ich es im Nachhinein bei der Schwangerschaft mit Emily empfunden habe! Ich wollte genießen und dieses Mal von Beginn an den Austausch zu Gleichgesinnten suchen. Da ich mich im Beschäftigungsverbot befinde und Emily weiterhin tagsüber bei der Tagesmutti ist, habe ich bis zum Nachmittag glücklicherweise auch viel Zeit für mich und um mich mit der Schwangerschaft auseinander zusetzen. Und eben weil mir dadurch viel Zeit für mich bleibt, die ich egoistischer Weise auch in vollen Zügen genieße (Wer weiß, wann ich dazu jemals wieder die Möglichkeit habe 😉 ) habe ich am Nachmittag, wenn Emily heim kommt auch genug Energie und Kraft soviel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, ohne mir Gedanken zumachen, wie ich alles unter einen Hut bekomme 🙂

Durch Gespräche und Treffen mit anderen Schwangeren und durch Kontakte mit gleichgesinnten Bloggermamas, habe ich zudem das wunderbare Gefühl, diese Schwangerschaft doch viel intensiver wahrzunehmen. Hinzu kommt, dass ich erstaunlicher Weise trotz der Fehlgeburt im letzten Oktober (meinen Beitrag dazu findet ihr HIER) in den meisten Dingen tatsächlich viel ruhiger und entspannter bin, als ich es bei der Schwangerschaft mit Emily war.

Auch Emily bekommt natürlich mit, dass sich etwas verändert. Und damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlt oder eifersüchtig ist, versuchen wir, sie so weit es geht mit einzubeziehen.

Zum einen haben wir ihr ein Buch gekauft, was ich als Mama wirklich empfehlen kann.

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Ich habe dieses Buch kurz bei Instagram und Facebook gezeigt und auch da viele positive Rückmeldungen dazu erhalten!

Das Buch handelt von einem kleinen Kind, welches bald ein Geschwisterchen bekommen wird und zeigt die üblichen Alltagssituationen mit einer schwangeren Mama und aus der Zeit, nach Geburt des Babys.

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Durch wenig Text und viele bunte und große Bilder wird das Thema für Kinder wirklich toll dargestellt! Oft schauen Emmi und ich uns das Buch vor dem Schlafengehen an.

Außerdem versuchen wir immer wieder, ihr zu erklären, warum die Mama einen dicken Bauch bekommt und dass darin ein Baby ist, was auch bald „raus kommt“. Anfangs hat sie das, was wir gesagt haben zwar verstanden, jedoch irgendwie nicht richtig begriffen. Mittlerweile jedoch scheint sie immer mehr wahrzunehmen, was da passiert und dass das Baby – ihre Schwester – auch irgendwann bei uns wohnen wird. So ist sie beispielsweise stets darum besorgt, dass das Baby auch ja keinen Hunger verspürt: “ Mama, du musst essen, das Baby hat Hunger!“ Oder wenn wir Emmi ins Bett bringen: „Mama du musst auch schlafen, das Baby ist müde.“ 🙂 Sätze die mein Herz vor Freude hüpfen lassen.

Da wir einen sogenannten Fetaldoppler zu Hause haben, haben wir von Beginn an gemeinsam mit Emmi regelmäßig den Herztönen des Babys gelauscht. Für Emmi hieß das immer „Baby hören“ :-).

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Wenn bei uns Pakete von Bestellungen fürs Baby ankommen, ist Emmi oft mit von der Partie, wenns ums auspacken geht „Oh Mama, guck mal das ist fürs Baby“.

Und generell wird bei uns viel mit dem Babybauch gekuschelt oder seit gestern sogar die Spieluhr vorgespielt.

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Vergangenes Wochenende haben wir angefangen, Emmis Kinderzimmer auszumisten und umzuräumen und neue Möbel aufzubauen, da sich die zwei später ein Zimmer teilen werden. Auch hier war Emmi mit dabei und hat fleißig geholfen, immer mit dem Gedanken, dass das Baby ja auch mal in ihr Zimmer soll. 🙂 (Das Endergebnis der Babyecke zeige ich euch auch noch, wenn alles fertig ist!)

Demnächst darf sie noch ein paar ihrer unzähligen Kuscheltiere aussortieren, die wir fürs Baby zur Deko nutzen wollen.

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Und zu guter letzt hat unsere Tagesmutti derzeit auch ein 7 Monate altes Baby in Betreuung, in das Emily total vernarrt ist und das sie liebevoll umsorgt 🙂

Ich bin stolz auf meine Maus und bin sicher, dass sie mal eine ganz tolle große Schwester wird! Auch, wenn ich wirklich gespannt bin, wie sich das alles entwickeln wird, wenn ihre Schwester erst einmal auf der Welt ist!

Alles in Allem kann ich für mich selbst also sagen, dass ich nicht das Gefühl habe, diese Schwangerschaft nur so „nebenher“ zu erleben sondern eben wirklich intensiv. Der einzige Punkt, in dem ich den anfangs genannten Aussagen zustimme ist der, dass ich auch denke, dass die Zeit etwas schneller vergeht! Aber wie gesagt, das muss ja nicht heißen, dass man dadurch weniger Möglichkeiten hat, alles zu genießen! Mir ist bewusst, dass ich durch mein Beschäftigungsverbot auch andere Voraussetzungen habe, diese Zeit auszukosten, als andere Mamas und dafür bin ich auch wirklich dankbar, zumal dies meine letzte Schwangerschaft sein soll!

Wie ist es euch in der zweiten, dritten, vierten…. Schwangerschaft ergangen? Nur nebenher oder doch intensiv?

4 thoughts on “Schwanger als Mama eines Kleinkindes

  1. wir bekommen jetzt unser drittes Kind und ich muss schon zugeben, dass die Zeit von Schwangerschaft zu Schwangerschaft schneller vergeht, zumindest kommt es einem so vor, weil man mit immer mehr Familie so beschäftigt ist, dass die Zeit einfach zu schnell verrinnt. Ich versuche mir abends immer etwas Zeit fürs Baby im Bauch zu nehmen.
    Ich merke auch den Unterschied, während bei meiner Großen (auch Emelie 🙂 ) es mir vorkam, dass die Zeit nicht vergeht und es ewig dauert, bis sie etwas neues lernt und sich weiterentwickelt, ist es bei unserer Zweiten total schnell gegangen. Sie wird jetzt 1 Jahr und es ist so unglaublich schnell vergangen, auch wenn wir versucht haben, uns ganz viel Zeit zu nehmen.
    Ich versuche wirklich jeden Moment auszukosten, denn auch wenn es manchmal unglaublich anstrengend ist, die Zeit kommt nie wieder zurück 😦

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