Bye Bye 2015 – mein ganz persönlicher Jahresrückblick…

Wow…und schon ist wieder ein Jahr vergangen…ein Jahr voller Hochs und Tiefs, voller Emotionen, Freude, Traurigkeit, Chaos und Glückseligkeit. Gemeinsam mit euch möchte ich hier noch einmal die Momente und Themen des Jahres revue passieren lassen, die uns am meisten geprägt und beschäftigt haben.

Begonnen hat 2015 für mich gleich mit meinem neuen Hobby: dem Bloggen. Denn am 01.01.2015 ging mein erster eigener Blog online und ich hatte endlich wieder ein Hobby, was ganz allein „mein Baby“ war. Bis dato hätte ich selbst nicht gedacht, wie wichtig soetwas eigentlich ist, um einfach auch mal einen Ausgleich zum Mamasein zu haben und sich auch selbst ein Stück mehr verwirklichen zu können. Im Nachhinein ärger ich mich fast, diesen Schritt nicht doch schon eher gegangen zu sein :-).

2015 begann auch mit einer weiteren guten Nachricht: nach monatelanger Jobsuche als Mama habe ich Anfang Februar endlich meinen neuen Job bekommen, der sich schnell als mein absoluter Traumjob herausstellen sollte. Von da an ging es neben der finanziellen Seite auch emotional gesehen für mich endlich wieder bergauf. Jetzt im Nachgang betrachtet muss ich auch sagen, je länger ich in Arbeit war, desto mehr habe ich in diesem Jahr auch zu mir selbst gefunden. Wurde ein bisschen selbstbewusster und auch ein Stück reifer. Und damit verbunden wurde ich für mich, auch wenn das jetzt für den ein oder anderen etwas seltsam klingen mag, auch noch sicherer in meiner Mamarolle und der ein oder anderen Situation, die einem am Tag mit Kind begegnet 🙂

Anfangs tat ich mich doch recht schwer mit der Doppelbelastung als berufstätgie Mama mit einer 36h Arbeitswoche. Zudem wurde man von vielen Seiten, für mich absolut nicht nachvollziehbar, kritisiert, wieso man als Mama arbeiten geht und dass man dadurch eine schlechtere Mama sei. Oft habe ich gegen Vorurteile dieser Art gekämpft und irgendwann ging mir eine solche Einstellung dann doch am „Allerwertesten“ vorbei ;-). Nach den ersten Monaten im Berufsleben, hat sich auch organisationstechnisch alles einrichten lassen, um Haushalt, Familie, Beruf und Freizeit gut zu kombinieren. Organisation ist alles, aber ich denke, dabei muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden :-).

Im April haben wir unser erstes Osterfest in unserer neuen Heimat am Bodensee verbracht. Und somit auch unser erstes Osterfest alleine als kleine Familie.

Im Mai haben wir dann nach unzähligen Arztbesuchen die weniger erfreuliche Nachricht erhalten, dass Emily an Mandeln und Polypen operiert werden muss. Doch unsere Maus war tapfer und hat die OP dann im August hervorragend gemeistert. Und wir haben seitdem endlich wieder ruhige Nächte und Emmi keine Atemnot in der Nacht.

In etwa dieser Zeit haben wir auch hart mit den Ämtern hier gekämpft, als es um die Betreuungssituation und – kosten für Emily ging. Das Ergebnis: unsere Maus wird noch bis September bei der Tagesmutti sein und muss dann LEIDER in den Kindergarten wechseln.

Über den Sommer hinweg haben wir unsere neue Umgebung immer mehr kennengelernt und viele Ausflüge und Gartenpartys mit unseren „neuen“ Freunden und Nachbarn gehabt. Für uns war es ein wundervoller Sommer 2015, geprägt von leckerem Essen, Sport, viel Lachen und schwitzen, schwitzen, schwitzen…

Emmis Lieblingsessen in diesem Sommer: ERDBEEREN. HIER könnt ihr nochmal einen für mich unvergesslichen Moment beim Erbeeren essen nachlesen.

Im September hat meine beste Freundin mich nach Ewigkeiten des „Nichtsehenes“ für eine Woche besucht und wir hatten eine wundervolle und leider viel zu kurze Zeit zusammen.

Am 18. September hat unsere kleine Maus dann ihren 2. Geburtstag gehabt. Der wurde mit meiner Schwester, besten Freundin und Freunden gebührend gefeiert! Nie wieder werde ich vergessen, wie Emily ihre Geschenke das erste Mal gesehen hat und aus ihren großen Kulleraugen die pure Freude aus tiefstem Herzen sprach, als sie gemerkt hat, dass der neue Puppenwagen mit der Babyborn jetzt ihrer ist. Ich war so unglaublich gerührt über diese Szene, dass ich weinen musste. In diesem Jahr wurde uns oft bewusst, wie kostbar solch wundervolle Momente sind und dass man diese am besten tief in sich einsaugt!

Unser schlimmstes und prägendstes Erlebnis in diesem Jahr war nach wochenlangem Auf und Ab und enormer psychischer Belastung wohl meine Fehlgeburt im Oktober und der damitverbundene große Verlust eines kleinen Wesens, auf das man sich so sehr gefreut hat. Besonders emotional begleitet wurde dies durch euren enormen Zuspruch auf meinen Blogbeitrag zu diesem Thema. Es war unglaublich, wie viele unzählige Nachrichten, Kommentare und E-Mails wir auf diesen Beitrag hin von euch erhalten haben! Dadurch wurde einem erst bewusst, wieviele Paare/Familien/Frauen dieses Leid bereits durchleben mussten. Nach mehreren Wochen Ruhe und Zeit für uns, konnten wir das vorerst gemeinsam ganz gut verarbeiten. Wer den Beitrag noch einmal lesen möchte, findet ihn HIER.

Ende des Jahres haben wir das erste Mal überhaupt Weihnachten alleine in unserem zu Hause verbracht. Außer meinem Schwesterherz, die nur wegen einem Tag die Strecke von JE 600 km zu uns gefahren ist, haben wir an diesem Fest leider keine Familie um uns gehabt. Doch auch das hatte etwas für sich. Für uns war es ein wundervolles Weihnachtsfest.

Was uns durch die Medien bedingt auch eigentlich den Großteil des Jahres mit beschäftigt hat, war und ist die Flüchtlingsthematik. Wir betrachten nun aus 600km Entfernung, wie die Lage mit den Flüchtlingen in unserer Heimatstadt immer schlimmer zu werden scheint. Noch frisch im Kopf: der Terror von Paris und im Rest der Welt und die Angst und das unwohle Gefühl, dass sich in einem breit gemacht hat. Man mag gar nicht darüber nachdenken, wieviele Menschen in diesem Jahr ihr Leben lassen mussten, nur weil die Menschen so krank im Kopf sind…

Jaja, 2015 – ein Jahr voller Aufs und Abs. Wir haben viele wunderbare Menschen kennengelernt und in unser Herz geschlossen, haben uns von anderen leider trennen müssen und wieder andere gehen lassen müssen. Durch die Rückschläge, aber auch durch die schönen Momente, sind wir als Familie noch mehr zusammen gewachsen.

Gemeinsam haben wir gelernt, für einander dazusein, aber auch jedem seine Freiräume zuschaffen. Dadurch konnte ich neben dem Bloggen auch das Nähen als neues Hobby für mich entdecken. Auch wenn ich nun erst 4 Monate nähe, liebe ich es so sehr, selbst Dinge zu erstellen und es sind bereits schon soooo viele tolle Sachen entstanden.

Einer meiner ersten Blogeinträge Anfang des Jahres war der, mit meinem Vorsätzen. Und wenn ich die so zur Seite ziehe, muss ich doch feststellen: Ja, ich war ganz erfolgreich: 1. Vorsatz: Inneren Schweinehund besiegen 2. Vorsatz: Abnehmen. Beide Vorsätze habe ich in Verbindung miteinander erfüllen können: Mitte des Jahres durfte ich stolz verkünden, dass ich die 10kg-Marke geknackt habe 🙂 Ein tolles Gefühl! 3. Vorsatz: Eine Lösung für meine berufliche Situation zu finden: erfolgreich gelöst, indem ich meinem Traumjob gefunden habe. 4. Vorsatz: meiner Tochter eine super Mami zu sein: nunja, ich denke ich habe mich ganz gut geschlagen 😉

Was wären wir alle ohne Musik? Sicher habt auch ihr ein paar Titel, die euch das Jahr über begleitet haben. Hier daher eine Auswahl der Songs, die wir rauf und runter gehört haben und die ich auch heute noch gerne höre, auch wenn der ein oder andere schon etwas älter ist:

  • Cheerleader – OMI
  • Fliegen – Matthias Schweighöfer
  • Hello – Adele
  • Flashlight – Jessie J
  • Ich will nur – Philipp Poisel
  • Atemlos – Helene Fischer
  • All of me – John Legend
  • I see Fire – Ed Sheeran

Und wie schon erwähnt, war dieses Jahr geprägt vom Bloggen und diesbezüglich gibts hier noch, wie sich das für einen Rückblick gehört, eure beliebtesten Beiträge meines Blogs, gemessen an den jeweiligen Aufrufen und Likes (beim Klick auf die Titel gelangt ihr zu den Beiträgen):

Die schwierige Jobsuche einer Mama – Das Ergebnis!

Ein neues Hobby für Mama!?

Der zweite Geburtstag – Brief einer Mama an ihre Tochter

DIY: Basteln für Herbst und Halloween

Meine ersten Nähwerke

DIY: Adventskalender

Unser Weihnachten in Bildern

und euer, in allen Punkten (Likes, Kommentare, Nachrichten, Aufrufe…) beliebtester Beitrag war, zu meiner wirklich großen Überraschung:

Ich war schwanger

Trotz der doch sehr einschneidenden Erlebnisse, positivier und leider auch negativer Art, blicke ich gut gelaunt und positiv in Richtung 2016 und kann nun mit dem Geschehenen abschließen 🙂

Was war euer einschneidenstes Erlebnis 2015? Erzählt mal oder schickt mir gern eure Links zu euren Jahresrückblicken… 🙂

Rutscht mir gut ins neue Jahr rein, aber nicht aus! Und lasst es krachen 🙂

Bis bald 🙂

3 thoughts on “Bye Bye 2015 – mein ganz persönlicher Jahresrückblick…

  1. Liebe Judith, ja das waren wirklich sehr viele verschiedene Ereignisse die dich geprägt und ein Stück weiter gebracht haben. Zum Thema Mutti und Arbeiten, vertrete ich immer noch die Meinung dass es da immer noch auch weit nach dem Mauerfall Ost und West Unterschiede gibt. Einfach weil die heutigen Generationen unterschiedlich geprägt wurden. So ist das Arbeiten als Mama im Osten ganz normal und die Mutti im Westen sollte am besten Haus und Herd hüten. Aber sehr gut, dass du arbeiten gehst, das sollte jeder für sich selber entscheiden, aber ich finde einen Ausgleich durch Beruf und eine andere Aufgabe als „nur“ Hausfrau und Mutter tut einem sehr gut.
    Der Kindergarten wird toll, das verspreche ich dir. Wieder eine neue Etappe in Emmis Leben, aber das ist der Stoff aus dem das Leben besteht, immer wieder neue Hürden.
    Ich weiß gar nicht mehr wie ich deinen Blog gefunden habe, aber ich lese hier sehr gern und tausche mich mit dir aus, auch weil wir Heimatschwestern sind und verbunden durch unser schönes Dresden.
    Dresden ist auch immer noch schön egal wer hier demonstriert. Man hat sich dran gewöhnt Montags nicht mehr in die Innenstadt zu fahren und die Flüchtlinge nehme ich kaum war, maximal vermehrt in der Stadt beim Einkaufen. Trotzdem hoffe ich, dass sich die Weltpolitische Lage ganz bald entspannt und alle da wohnen können wo sie möchten und sich zu Hause fühlen.
    Nun wünsche ich dir und deiner lieben Familie eine guten Rutsch und einen guten Start in das neue Jahr. Silvester ist immer Abschluss und Anfang. Trauern wir nicht vergangenen nach, sondern schauen wir in die Zukunft und freuen uns auf Neues. Zurück erinnern dürfen wir uns aber trotzdem immer wieder 🙂

    Liebe Grüße
    Katharina

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