Emilys OP – Gedanken einer Mama…

Huhu ihr Lieben,
 
gestern war es soweit: Emilys OP-Tag. Zur Info für diejenigen, die erst später dazugestoßen sind und davon noch nichts mitbekommen hatten: Emmi wurden die Polypen entfernt und die Mandeln verkleinert. 
Seit Wochen wussten wir, dass es am 25.8. soweit sein wird und doch war ich überrascht, wie unglaublich schnell die Zeit dann doch verging…

 
Die Tage vor der OP ging es mir als Mama so absolut gar nicht gut. Ich habe mir unglaubliche Sorgen gemacht. Sorgen, dass irgendwas schief geht oder Emily gar nicht mehr aufwacht nach der Narkose. Sie ist doch noch nicht einmal zwei Jahre alt…aber nun war der Tag gekommen…nun mussten wir da durch!
 
5:00 Uhr klingelte mein Wecker. Nachdem wir einen Tag vorher ja erst von unserem Kurztrip aus Dresden zurückgekommen sind, war die Nacht auch etwas kurz, zumindest für uns Eltern…
 
6:30 Uhr mussten wir uns im Krankenhaus melden. Zunächst wurde Emily noch kurz vermessen und gewogen und erste Vorbereitungen wurden getroffen. Danach mussten wir eine halbe Stunde warten bis wir abgeholt wurden und zum OP-Trakt gebracht wurden. Emily bekam vorher einen Beruhigungssaft der wohl nach Himbeer geschmeckt haben soll. Sie wurde dadurch zunehmends ruhiger und benommener, konnte am Ende kaum noch grade sitzen oder den Kopf halten und hat gelallt als wäre sie betrunken. Irgendwie musste ich ja schon etwas schmunzeln, wie unglaublich niedlich das aussah, auch wenn sie mir eigentlich unglaublich leid tat. Zum Glück wusste sie aber nicht, was da auf sie zu kam. 
 
Um 07:40 Uhr haben wir Emmi der Narkoseärztin übergeben und mussten warten. Warten…warten…warten….
 
Es hieß, 08:30 Uhr können wir unsere Prinzessin wieder in Empfang nehmen. Wir warteten weiter.. 08:30 Uhr – nix passierte. 08:40 Uhr; 08.50 Uhr…nix…Was ist dadrin nur los? Geht es Emily gut? ich wurde immer nervöser bis dann endlich eine Schwester kam und meinte, dass sie aus irgendwelchen Gründen, die auch ihr nicht bekannt waren, später mit der OP beginnen mussten. (Im Nachhinein haben wir erfahren, dass man bei Emmi keine ordentliche Vene fand und die Ärztin lange danach suchen musste, was das alles verzögert hat.)
 
Dann kurz nach um 9 Uhr endlich die Erlösung: Die riesige OP-Tür ging auf und man schob ein riesiges Krankenbett raus. Darauf lag zusammengekauert und friedlich schlafend unsere Püppi. Sie sah ganz verloren aus in dem riesigen Bett. Mir standen die Tränen in den Augen – vor Erleichterung, dass alles ohne Komplikationen verlief! Ich habe sie dann noch in den Aufwachraum begleitet und ihr noch eine gute halbe Stunde dabei zugesehen, wie sie schläft. Insgeheim habe ich ganz fest gehofft, dass sie hoffentlich wieder aufwachen wird. Und das tat sie dann auch. Ganz plötzlich hat sie sich hingesetzt und als erstes sagte sie „Mama, Papa!“ Ich habe sie vorsichtig genommen und ganz ganz fest an mich gedrückt und geküsst und ihr gesagt wie unglaublich doll ich sie liebe. 
 
Ich sage euch – noch nie war ich in so großer Sorge um Emily, wie in den Stunden der OP. Noch nie habe ich so intensive Angst und so viel Liebe für dieses kleine Wesen empfunden! 
 
Wir wurden auf unser Krankenzimmer gebracht und haben Emily erstmal schlafen gelegt. Sie hat generell fast den ganzen Tag verschlafen. Zwischendrin immer wieder geweint.
 
Dann gab es da diesen einen Moment… Emily war seit dem Abend vorher nüchtern. Nix gegessen, nix getrunken. Und auch nach der OP durfte sie nix essen außer Joghurt oder Eis. Und dann saß die kleine Maus dort vor uns und brüllte vollkommen herzzerreißend „Mammamm – Eeessseeeennn“. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie groß der Kloß in meinem Hals in diesem Moment war. Das hat für diesen Moment mein Herz komplett zerbrochen. Ich hätte am liebsten nur geweint, es aber vor ihr verdrängt. (Während ich das hier schreibe, stehen mir schon wieder die Tränen in den Augen.) Ich wollte ihr nur noch helfen.
 
Was würde ich nicht alles geben, um ihr das Leid abzunehmen und selbst durch diese Hölle zugehen. Sie sollte nicht mehr leiden. Für mich eine Erfahrung, die ich so nie wieder machen möchte! Die Gedanken, die einem da als Mama durch den Kopf gehen, kann man kaum in Worte fassen. 
 
Ich war heilfroh, als dieser Tag endlich zu Ende war. So lang der Tag war, so anstrengend war er auch! Eine solche Situation wünsche ich wahrlich keinem!
Heute ging es ihr schon deutlich besser – sie hat sogar gelacht, wirkte schon viel fitter und hat gespielt und gemalt. 
 
Ich mache drei Kreuze, wenn Emmi am Freitag entlassen wird und wir als Familie wieder alle zusammen sind!
 
Vielen Dank für eure Unterstützung, die uns auf den veschiedenen sozialen Netzwerken erreicht hat und danke an jeden, der an uns gedacht und die Daumen gedrückt hat! Alles ist gut und alles wird gut!
 
Schlaft schön!

4 Kommentare zu „Emilys OP – Gedanken einer Mama…

  1. Ohje….gaaanz schlimm wie ihr leiden müsst. Beim lesen kullerten auch paar tränen. Möchte so etwas mit meiner maus auch nie durch machen müssen. Hoffentlich. Ganz viel kraft euch noch uns alles gute. Liebe grüße DasNetti

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  2. Hallo, ich freue mich sehr darüber, dass alles gut gegangen ist bei euch! Beim lesen sind mir gerade Tränen runtergekullert. Allein die Vorstellung in deiner Situation gewesen zu sein, macht mich sehr traurig. So eine Erfahrung in so jungen Jahren wünscht man niemandem. Ich hoffe sehr, dass die kleine Emily keine weitere OP braucht und nun gesund und munter groß werden kann. 😉
    Alles Liebe für euch!!!!

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