Wie wir unsere Tagesmutter fanden – Wer, wie, wo, was!?

Hallihallohallöle ihr Hübschen,
 
als ich vor einiger Zeit auf Facebook und Instagram fragte, was für Themen euch so interessieren, kam unter anderem auch der Vorschlag, mal über alles rund ums Thema Tagesmutti zu schreiben. Wohin kann ich mich wenden, was muss ich beachten usw…

 
Da ich im Bekanntenkreis schon mitbekommen habe, dass vor allem das Thema Antragsstellung beim Jugendamt von Region zu Region unterschiedlich gehandhabt wird, kann ich natürlich nur über unsere Erfahrungen hier sprechen. 
 
Weil ich am Anfang genauso wenig wusste, wohin ich mich beim Thema Kinderbetreuung wenden kann, habe ich mich an Freund Google gewandt. Zu meiner Ernüchterung musste ich dort ziemlich schnell feststellen, dass sämtliche Kinderkrippen in unserem Umfeld nur 3 bis 4 Stunden Betreuung für unter 3jährige anbieten. Für uns also keine Option. Also habe ich speziell nach Tagesmüttern gesucht und bin auf die Caritas gestoßen, die hier in der Region in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Tagesmütter und -väter vermittelt. In einem Telefonat erhielt ich zunächst 3 Telefonnummern von Tagesmuttis in unserer Gemeinde. Leider ergab sich bei allen 3en, dass kein Platz mehr frei ist. Also wandte ich mich erneut an die Caritas und erhielt dann den Tipp, dass in der nächst größeren Stadt eine der beliebtesten Muttis zur Zeit einen Platz frei hatte. Ich zögerte nicht lange und wir hatten mega Glück. Die Chemie zwischen uns stimmte auf Anhieb und wir waren uns sicher, dass Emily sich dort wohlfühlen würde. 
Für die Bezahlung des Betreuungsplatzes gibt es hier vom Jugendamt einen Zuschuss, der nach dem eigenen Nettoeinkommen berechnet wird. Um dafür also beim Jugendamt den nötigen Antrag zu stellen, erhielt ich die Kontaktdaten meiner Ansprechpartnerin ebenfalls von der Caritas. Wenig später hatten wir die nötigen Antragsformulare im Briefkasten. 
Wie eigentlich bei jedem finanziellen Antrag in diesem Land durfte man sich hier wieder „komplett nackt ausziehen“ vor den Behörden. Aber in diesem Falle haben wir es gern gemacht, da wir ohne diese Hilfe die Betreuung definitiv nicht alleine zahlen könnten. Im Prinzip muss man bei dem Antrag neben dem kompletten Nettofamilieneinkommen (inkl. Kindergeld usw) auch seine ganzen Fixkosten aufführen wie z.B. Miete oder Kredit oder oder oder…denn all das wird prozentual angerechnet um zu sehen, was uns monatlich tatsächlich zur Verfügung steht und davon abhängig dann den Zuschuss berechnen zu können. Zu allem müssen natürlich auch Nachweise erbracht werden. 
 
Bei uns in der Region ist es so, dass man ohne Arbeit einen Anspruch auf maximal 20h/Woche hat. Wenn beide Elternteile in Arbeit sind, ist der Anspruch abhängig von den Stunden die beide Eltern pro Tag auf Arbeit sind und somit die Betreuung nicht selbst übernehmen können PLUS den Fahrtweg von Arbeit zur Tagesmutti, um das Kind abzuholen. Weiterhin haben nur Kinder unter 3 Jahren einen Anspruch auf Tagesmuttis. Wie das bei euch in der Region ist, weiß ich wie gesagt nicht.
 
Wenn ihr nicht wisst, wohin ihr euch wenden sollt und auch aus Google nicht schlau werdet, dann ruft auf jeden Fall mal bei eurem zuständigen Jugendamt an, denn die wissen definitiv wie das mit den Tagesmuttis in der jeweiligen Region so abläuft und wohin ihr euch wenden könnt. 
 
Bitte beachtet bei eurer Auswahl einer solchen Betreuungsperson auch darauf, nicht die „erstbeste“ zu nehmen, sondern jemanden, wo ihr euch 100000000%ig sicher seid, dass euer Kind dort gut aufgehoben ist. Denn immerhin gebt ihr das wertvollste überhaupt in wildfremde Hände und ihr sollt immerhin auch ruhigen Gewissens die Kinder dort lassen können!
 
Ja und als wir dann den Antrag beim Jugendamt abgegeben haben, hieß es nur noch abwarten….die Zusage kam recht schnell und somit konnte auch bald unsere  Eingewöhnungszeit für Emily beginnen…doch darüber gibts demnächst mehr ;-)…
 
Wenn ihr Fragen habt, wendet euch wie gesagt entweder an euer Jugendamt oder gern könnt ihr auch mir Fragen stellen! Soweit ich diese auch beantworten kann, mache ich das auch gerne!
 
Bis zum nächsten Post!
 
 

Ein Kommentar zu „Wie wir unsere Tagesmutter fanden – Wer, wie, wo, was!?

  1. Danke für diese Infos. Bei uns ist es noch nicht so weit, da mom. noch schwanger, aber früher oder später wird das Thema relevant werden und ich hatte bislang GAR keine Ahnung, über welche Stellen man Tagesmuttis vermittelt bekommt, so habe ich nun schon mal das Jugendamt im Hinterkopf für weitere Abklärungen 😉
    LG

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