16 Monate Mama-sein – Ein Rückblick…

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Oh man…sind doch heute tatsächlich auf den Tag genau 16 Monate um,  seit unsere kleine Prinzessin auf die Welt kam. Eine Zeit voller Höhen und Tiefen, voll von Neuem und Unbekanntem, von Spannendem und Schönen.

Angefangen hatte alles bereits am 16.01.2013 mit den für uns völlig überraschenden positiven Tests. Ja, Emily ist unser absolutes Wunschkind, lange blieb unser Kinderwunsch unerfüllt gefolgt von vielen falschen und richtigen Diagnosen von diversen Ärzten. Umso überraschender war es, als ich am 16.01.2013 aufgrund starker Brustschmerzen einen Test (und weil ich es nicht glauben wollte auch noch einige weitere) gemacht habe und das Ergebnis eindeutig war: 
 
 
 
 Am Ende der Schwangerschaft ging es mir aufgrund etlicher Wassereinlagerungen und schlechter Blutwerte zunehmend schlechter, bis am 16.09.2013 die Diagnose einer beginnenden Schwangerschaftsvergiftung, auch bekannt als Gestose, gestellt wurde. Daraufhin wurde am 17.09.2013 die Geburt mittels Tablette eingeleitet und nach 14h heftigen Wehen konnten wir unser kleines Wunder und größten Stolz am 18.09.2013 um 2:05 Uhr endlich in den Armen halten. Ab dieser Sekunde waren wir also Mama und Papa.
 
 
Alles veränderte sich schlagartig. Neue Gefühle, Sorgen und Ängste machten sich breit und werden wohl auch ein Leben lang bleiben. So ist das wohl, wenn man Mama oder Papa ist…Es folgte eine etwas schwierigere Zeit, auf die ich ja in meinem vorletzten Blogeintrag schon etwas näher eingegangen bin.  Doch wie auch dort schon erwähnt, haben wir auch diese Zeit überwunden und ich konnte und kann das Mamasein in vollen Zügen genießen.
 
 
Und ich sag euch, es ist unglaublich, wie schnell sich solch kleine zauberhafte Wesen entwickeln. Man hatte das Gefühl, Emily ist grad erst auf die Welt gekommen und schon fing sie an sich selbstständig auf den Bauch und wieder zurückzudrehen. Gefühlt nur kurz danach fing sie an, zu krabbeln und die Welt aus ihrer Perspektive zu erkunden. Es begann eine Zeit, in der nichts mehr vor unserer kleinen Krabbelmaus sicher wahr. Anstrengend aber dennoch wunderschön.
 
 
 
Auf Anraten meiner besten Freundin, habe ich mir direkt um die Ecke bei uns eine Krabbelgruppe gesucht. Und das war für mich als Mama echt das Beste, was ich hätte machen können. Wir waren eine kleine Gruppe, aber alles ganz liebe und vor allem auch schon erfahrenere Mamis, die einem auch gern Ratschläge gaben. Das wichtigste aber: ich bin mal wieder raus und unter Menschen gekommen. Für Emily war das auch nur von Vorteil. Sie hatte dadurch quasi von Beginn an Kontakt zu anderen Babys und Kindern und konnte so viel lernen und sich von den anderen abgucken. Im Übrigen hat uns das auch sehr bei  der Eingewöhnung bei der Tagesmutti später geholfen. Doch dazu später mehr.
 
Tag für Tag konnte Emily uns nun mit Mimik und Gesten mehr mitteilen, was sie möchte, denkt oder fühlt. Man konnte stückweit schon richtig mit ihr „kommunizieren“.  Ich hätte vorher nicht gedacht, dass so etwas in dem Alter schon möglich ist. Aber tatsächlich verstehen die Kleinen schon  viel mehr als wir denken. 
 
Als Emily auf den Tag genau 9 Monate alt war, hat sie sich zum ersten mal alleine in ihrem Laufgitter hingestellt. Sie war selbst sowas von stolz darauf und grinste mich bis über beide Ohren an. Ein Moment,  an den ich unglaublich gerne zurückdenke und den ich wohl nie vergessen werde.  Schon bald lief sie auch an sämtlichen Möbeln entlang.
 
Und schon war das erste Jahr um. Unglaublich wie schnell das im Nachhinein ging. Meine kleines Baby war nun also offiziell ein Kleinkind. (Aber sind wir mal ehrlich: Sie wird wohl immer mein Baby bleiben 😉 ) .Wir feierten gemeinsam mit der ganzen Familie und haben einen schönen Tag gehabt, an dem Emily sehr viel gelacht und sich über Ihre Geschenke gefreut hat. Ein Geschenk war ein kleiner Holzpuppenwagen von Oma und Opa, mit dem Emily Stück für Stück das Laufen erlernte. Ganz alleine und freihändig machte Emily ihre ersten Schritte im Alter von 13,5 Monaten. Wir saßen in ihrem Kinderzimmer und haben Ball gespielt. Mit einem Mal stand sie ohne Vorahnung auf und ging vorsichtig und noch etwas wackelig dem Ball hinterher. Sie hat sich darüber selbst so sehr gefreut, dass sie vor Freude in die Hände geklatscht hat. Von da an war das Thema Krabbeln vergessen. 
 
 
Kurz nach Emilys 1. Geburtstag begann auch die Eingewöhnung bei unserer Tagesmutti. Und wie oben schon erwähnt, war es wirklich von Vorteil, das Emily den Kontakt mit mehreren Kindern schon gewohnt war. Die Eingewöhnung ging recht schnell und verlief zu meinem Erstaunen sogar größtenteils problemlos. Zum Glück. Und auch wenn es mir auf der einen Seite schon schwer fiel, die Kleine nun in fremde Hände zu geben, war ich auf der anderen Seite doch froh, jetzt täglich mal etwas Zeit habe, andere Dinge zu erledigen und mich auch wieder meiner beruflichen Zukunft zu widmen. Mittlerweile spricht Emily schon zwei, drei Wörter wie „Mama“ oder „Dada“ (für Papa) oder auch „Teddy“ und wird sich wohl auch weiterhin so rasend schnell entwickeln und wachsen.
 
Mein Fazit nach 16 Monaten Mama-sein:
Mit jeder neuen „Sache“ die Emily beherrschte, wurde ich stolzer und auch sicherer in meiner Rolle als Mama. Denn JA, in so eine Rolle muss man beim ersten Kind auf jeden Fall erst hineinwachsen. Bei den einen geht das schneller, bei den anderen weniger schnell…Doch das zufriedene Lächeln und die Momente, in denen Emily mir auf ihre Weise zeigt, wie lieb sie mich hat, bestätigen mir, dass ich doch vieles richtig mache. 
 
Welche Situationen für mich immer schwer waren und auch noch sind, sind die Momente, wenn Emily mit anderen Kindern/ Babys kleinere Konflikte hat und lernen muss, sich da selbst durchzukämpfen. Manchmal war es wie ein Stich ins Herz und ich habe lange gebraucht zu lernen, dass auch die Kleinen in dem Alter Konflikte miteinander haben und es enorm wichtig für die Entwicklung ist, dass sie diese auch alleine lösen. Mama kann nur kleine Hilfestellungen geben. Mir geht das wie gesagt teilweise heute noch so. Wir greifen aber nur ein, wenn es zu kleinen körperlichen Auseinandersetzungen kommt, denn uns ist es wichtig Emily direkt in diesen Momenten darauf aufmerksam zu machen, dass man eben nicht haut oder beißt. Und das klappt bisher eigentlich immer recht gut.
 
Ansonsten muss ich ehrlich zugeben: ein Kind großzuziehen, ist wirklich anstrengender und mir mehr Arbeit verbunden, als ich das im Vorhinein eingeschätzt hatte. Aber es ist auf der anderen Seite auch um soooooo vieles schöner. Ein so besonderes Gefühl, was man meiner Meinung nach nur beschreiben kann, wenn man es selbst erlebt. 
 
 
Ich wurde letztens gefragt, was mir denn am meisten fehle, seit ich Mama bin. Das sind ganz eindeutig Nächte, in denen man durchschlafen und vor allem am Wochenende mal so richtig lange ausschlafen kann. 😉 Das fehlt einem besonders in den schwierigen Wachstums- und Entwicklungsphasen. Ansonsten vermisst man schon ab und zu (aber erstaunlicher Weise gar nicht oft), einfach mal mit dem Partner spontan ins Kino oder in Ruhe essen zu gehen ohne zu bedenken, dass Emily ja eine Betreuung bräuchte. Und ja, auch mir ging es auch schon das ein oder andere Mal so, dass ich sehr gerne mal einen kompletten kindfreien Tag nur für mich gehabt hätte, einfach um mal ein bisschen runter zukommen und eine kleine Pause zu haben. 
 
Aber wie gesagt, das sind alles nur Kleinigkeiten.  Und NEIN, ich bin deswegen keine Rabenmutter! Das wird schließlich fast jeder Mama mal so gehen. Ich liebe mein Kind trotzdem mehr als alles andere auf dieser Welt! Mit jedem Blick in ihr zuckersüßes Gesicht, sind alle Probleme und Strapazen vergessen, denn für sie würde ich alles auf mich nehmen. 
 
Ich bin nun also seit 16 Monaten Mama und ich war noch nie glücklicher und habe mich noch nie „vollkommener“ in meinem Leben gefühlt!!!
 
 
 

2 thoughts on “16 Monate Mama-sein – Ein Rückblick…

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