Über Konkurrenzkampf unter Müttern und Menschen die immer Alles besser wissen…

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Welche Mutter (und auch so mancher Vater) kennt das nicht!? Übermütige Mütter, die stets der Meinung sind, IHR Kind könne alles am Besten und sowieso sei nur IHR Kind am weitesten entwickelt und nur SIE ist die perfekte Mutter schlechthin. Das wird nach außen getragen, wo es nur geht – auf dem Spielplatz, in Krabbelgruppen, in Internetforen, ja sogar beim Treffen mit der eigenen Freundin und deren Kindern.

Ich muss sagen, auch ich habe schon Erfahrung mit solchen Situationen sammeln dürfen und immer wieder stelle ich mir aufs Neue die Frage: Muss DAS wirklich sein?

Okay, sind wir doch mal ehrlich. Für jede Mama ist das eigene Kind selbstverständlich das süßeste, tollste, knuffigste und wundervollste Kind der Welt – und das ist auch gut so. Wäre ja schlimm, wenn es nicht so wäre. Trotz allem sollten wir aber mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben und festhalten: Jedes Kind ist auf seine Art und Weise wundervoll und einzigartig – selbiges gilt auch für die Mütter! Weiterhin sollte man wohl auch bedenken, dass die Entwicklung eines jeden Kindes unterschiedlich schnell verläuft. Die einen haben eben eher Zähne, die anderen lernen dafür eher laufen. Aber muss ich denn dann gleich in die Welt hinausschreien: „Ätschebätsch, mein Kind kann schon dies und jenes. Irgendwas musst du falsch machen, wenn das bei dir nicht so ist.“ !?
Versteht mich nicht falsch, auch für mich war und ist der Austausch mit anderen Müttern enorm wichtig. Selbstverständlich unterhält man sich auch über die Entwicklungsstände der Kinder, aber diese Gespräche laufen eben auf einer ganz anderen Ebene…einer Ebene mit Respekt und Toleranz!
Es ist noch gar nicht so lange her, da durfte auch ich in einer Gruppe befreundeter Mütter den Groll genau dieser spüren. Wieso? Weil ich geäußert habe, dass ich mich für nur 1 Jahr Elternzeit entschieden habe, um danach wieder arbeiten zu gehen. Anstatt das so hinzunehmen (schließlich ist dies jedem selbst überlassen), wurde ich aufs schärfste verurteilt, wieso ich meinem Kind so etwas antun möchte und was für eine schlechte Mutter ich sei… Nach meinen Beweggründen für diese Entscheidung wurde bis heute nicht gefragt. Mal ganz im Ernst: MUSS DAS SEIN? Emily geht es hervorragend bei der Tagesmutti! Ja sie fordert mich morgens sogar selbstständig auf, loszufahren, indem sie mir ihre Schuhe und ihr kleines Täschchen gepackt mit ihrem Stofftier bringt. Als wolle sie sagen: „Los Mama, wir müssen los.“ Ich kann also keinesfalls behaupten, dass man seinem Kind etwas schlechtes zufügt, nur weil man es im Alter von 1 Jahr in fremde Betreuung gibt. Und ich möchte hier mal betonen, dass doch jeder für sich entscheiden muss, was seinem Kind und nicht zu vergessen EINEM SELBST gut tut. Für die einen ist es eben schon aus finanziellen Gründen nicht anders machbar, als nach 1 Jahr wieder arbeiten zugehen, für die anderen sind die 3 Jahre Elternzeit extrem wichtig. Und egal wofür man sich entscheidet…wenn sich alle Beteiligten damit wohl fühlen, wird es die richtige Entscheidung sein!
Aus meinem näheren Umkreis weiß ich, dass solche Situationen (leider) gar nicht mal so selten sind. Das fängt bei der erwähnten Elternzeit an, geht über Zuckerkonsum der Kinder bis hin zur besten Erziehungsmethode. Schon oft hatte ich das Gefühl, dass bei solchen Vorwürfen und Konkurrenzkämpfen gänzlich außer Acht gelassen wird, dass es doch nur wichtig ist, dass die Kinder glücklich und zufrieden sind, egal welche Erziehungsmethode o.ä. angewandt wird. Aber ich kann darüber erzählen so viel ich will – dieses Phänomen der „Übermuttis“ werde ich wohl nie verstehen….
Und dann gibt es da noch die Menschen, die laut eigener Aussage nie Kinder haben wollen und trotzdem beim Thema Kindererziehung IMMER alles besser wissen wollen. Ja, die sind die Schlimmsten und können den beschriebenen Übermuttis glatt das Wasser reichen. Aber ich sage mir immer: solche Menschen gibt es überall und ohne wäre die Welt wahrscheinlich auch langweilig. Ich denke ich kann von mir selbst mittlerweile sagen, dass ich durch solche Situationen in mir gewachsen bin und auch mehr Selbstvertrauen in meiner Rolle als Vorbild und Mutter bekommen habe. Und ganz wichtig: auch wenn solche Diskussionen nervig sind, konnte ich doch lernen, dass auch solche übermütigen Mamas ihre Fehler haben, auch wenn sie dies nach außen hin natürlich niemals preisgeben würden. Und in einem Punkt sind wir Muttis doch alle gleich für unsere Kinder sind wir einfach die größten und werden einfach nur geliebt und gebraucht, so wie JEDE andere Mutti auch!
Also liebe Mamis (und Papis): lasst euch nicht verunsichern und versucht über solche unsachlichen Diskussionen und Vorwürfe hinwegzusehen! Diskutieren bringt, das kann ich euch versichern, absolut gar nix! Solange ihr merkt, euren Kindern geht es gut, sie sind glücklich und zufrieden, wachsen und gedeihen gut und zeigen euch wie sehr sie euch lieben, könnt ihr ja nicht viel falsch gemacht haben! In dem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht!
Bis zum nächsten Mal!

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